Geschichte

Weidlingbach und Scheiblingstein bilden gemeinsam eine Katastralgemeinde von Klosterneuburg. Beide Ortschaften gehen auf eine jungsteinzeitliche Siedlung zurück. Erstmals erwähnt wurde  „Weydingpach“ im Jahr 1366.  

Mit Beginn des 20. Jahrhunderts wurde der Ort zu einem beliebten Ausflugsziel, nicht zuletzt Dank eines Moorbads und zahlreicher Gasthäuser und Hütten. Auch heute wird vor allem der Naturpark Eichenhain, der an Weidlingbach grenzt, von vielen Erholungssuchenden und Mountainbikern genutzt. 

Mit 17 km² ist Weidlingbach die flächenmäßig größte Katastralgemeinde Klosterneuburgs. Zum Einsatzgebiet der Feuerwehr zählen der Exelberg mit seinen häufigen Verkehrsunfällen ebenso wie die (löschwasserarme) Windisch- und Loislalm.

12. Mai 1929 

Gründung der Ortsfeuerwehr – Weidlingbach war damals noch eine eigene Gemeinde.

Zur Verfügung stand den 23 Mitgliedern unter dem Kommando von Karl Sperl ein Handspritzenwagen, der von einem Pferd gezogen wurde. 

Ab 1931 

Während der langen Amtszeit von Kommandant Wilhelm Hauser gab es viele Veränderungen. Nach der harten Vorkriegszeit und dem Kriegseintritt wurde Weidlingbach 1938 zunächst in den 26. Wiener Gemeindebezirk – Klosterneuburg – eingebunden und der Feuerschutzpolizei Wien unterstellt. In den Kriegswirren gingen viele Gerätschaften verloren und so musste die Feuerwehr nach 1945 neu aufgebaut werden. Dank des Engagements der Mitglieder wurde u.a. ein Heeres-LKW zum ersten motorisieren Feuerwehrfahrzeug der FF Weidlingbach umgebaut.

1963 

Anschaffung des ersten Neufahrzeugs, ein Leichtes Löschfahrzeug (LLF), welches 26 Jahre im Einsatz stand. 

1966 

Hans Strehle wurde zum Kommandanten gewählt.

1974

Das baufällige Feuerwehrdepot wurde durch einen Neubau ersetzt, der Fuhrpark durch ein Tanklöschfahrzeug (TLF) erweitert.

1979 

Beim Großbrand in der Nationalbank wurde die Feuerwehr Weidlingbach ebenso zu Hilfe gezogen wie beim Reifenlagerbrand in Klosterneuburg.

Erstmals wurde ein Kommandofahrzeug (KDF) in den Dienst gestellt. 

1983 

Ewald Hontsch wurde zum Kommandanten gewählt.

Der Fuhrpark wurde um ein Rüstlöschfahrzeug (RLF) mit einem 1.000-Liter-Wassertank erweitert. Ab sofort konnten sowohl Brand- als auch technische Einsätze optimal abgedeckt werden.

1984

Anschaffung eines Tanklöschfahrzeugs mit einem 8.000 Liter Wassertank. Weidlingbach verfügte zu dieser Zeit noch über keine eigene Hydrantenleitung und der Bach führte (wie heute) nicht genügend (Lösch-)Wasser. Da viele Brunnen unergiebig waren, übernahm die Feuerwehr zum Teil auch die Wasserversorgung der Bevölkerung. 

1989

Der Allrad VW-Bus wurde als KDF in den Dienst gestellt. 

1998

Erweiterung des Feuerwehrhauses durch einen Zubau.

2002

Mit Gabriele Weschta trat die erste Frau der Freiwilligen Feuerwehr Weidlingbach bei.

2003 

Ein Defibrillator wurde bei der Feuerwehr installiert. Seither findet jedes Jahr eine Schulung für Bevölkerung und Mannschaft statt.

2007

Nach fast 25 Jahren legte Ewald Hontsch im Dezember das Amt des Kommandanten nieder und Wolfgang Weschta wurde zum Nachfolger gewählt.

2014 

Um für die zunehmenden technischen Einsätze gewappnet zu sein, wurde ein allradbetriebenes Vorausrüstfahrzeug (VRF-A) in den Dienst gestellt.

2016 

Wahl von Andreas Weber zum Kommandanten.

Mit der Eröffnung des ersten Trailparks für Mountainbiker im Wienerwald erweiterte sich für die Einsatzkräfte das Aufgabengebiet. Zum Zweck der Menschenrettung aus unwegsamen Gelände wurde ein spezieller fahrbarer Untersatz für die Korbtrage entwickelt.

2017 

Im Rahmen der 1.-Mai-Feier wurde das neue Hilfslöschfahrzeug (HLF2), ausgestattet mit einem 2000 Liter-Tank, eingeweiht. 

2018

Waldbrand in Scheiblingstein: 1.000 m2 Jungwald und Wiese standen in Flammen.

Insgesamt kämpften 123 Feuerwehrleute mit 27 Fahrzeugen von sieben verschiedenen Feuerwehren (Weidlingbach, Weidling, Klosterneuburg 2, Kirchbach, Hintersdorf, Kierling und Klosterneuburg) drei Stunden, um das Feuer einzudämmen.

Vorausblick:

In den nächsten Jahren soll aufgrund des Mannschaftszuwachses das Feuerwehrhaus ausgebaut werden. Geplant sind u.a. eine Vergrößerung der Garderoben, die Renovierung bzw. Erweiterung der Sanitäranlagen (z.B. Duschen) und die Errichtung einer Atemschutzwerkstatt. Außerdem muss in Kürze der reparaturanfällige VW Bus (Bj. 1989) ersetzt werden.

GUT WEHR!